Internationale Klimapolitik
Finanzierungsfragen führen in stürmische Fahrwasser 

2024 überschritt die globale Erhitzung zwölf Monate in Folge das 1,5-Grad-Limit. Nachrichten über weltweite Wetterextreme waren an der Tages­ordnung. Und auch politisch war es ein stürmisches Jahr für den internationalen Klimaschutz, schreibt Lisa Jörke, Referentin Internationale Klimapolitik der Klima-Allianz Deutschland. 

Die Vertragsstaaten des Pariser Abkommens mussten bei der 29. Weltklimakonferenz (COP29) ein neues Globalziel Klimafinanzierung (NCQG) beschließen. Damit sollten die ärmsten und am stärksten betroffenen Ländern Gelder für Klimaschutz und den Umgang mit Klimafolgen erhalten. Gemeinsam mit VENRO forderte die Klima-Allianz Deutschland: „Ausreichende Klimafinanzierung ist ein Muss!“ 

Doch große Differenzen zwischen den Staaten brachten die COP29 fast zum Scheitern. Der herbe Kompromiss am Ende – ab 2035 jährlich 300 Milliarden US-Dollar für den Globalen Süden – deckt nur einen Bruchteil des Bedarfs. Dabei zeigte die Klima-Allianz Deutschland mit einer Studie, dass Deutschland in den kommenden Jahren bis zu 96 Milliarden Euro an internationaler Klimafinanzierung leisten kann. 

Mit der Wiederwahl Donald Trumps und dem Bruch der Ampel geraten wir in schwierige Fahrwasser für internationale Klimaverhandlungen. Doch die Klima-Allianz Deutschland hält weiter Kurs auf Klimagerechtigkeit.